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26. August 2019 – 18:09 | No Comment

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Individuelle Bademoden für Jedermann

Submitted by admin on 23. September 2011 – 11:56No Comment
Individuelle Bademoden für Jedermann

Bademoden gehören zu den Trend-Segmenten der Bekleidungsindustrie, doch individuelle Muster sind noch rar. Nadia Schiller, Studentin der Hochschule Niederrhein, widmete dem Thema deshalb ihre Diplomarbeit. Für den Bekleidungskonzern C&A entwickelte sie eine Kollektion von Bade- und Freizeitmode. Hergestellt wurden die farbenprächtigen Modelle im Digitaldruck. Moderne Druckverfahren eröffnen Designern neue Gestaltungsmöglichkeiten, eingeschränkte Farbkonzepte gehören der Vergangenheit an und die Produktion kann kostengünstig auch zu kleinen Stückzahlen erfolgen. Neueste Techniken und Anwendungen des Digitaldrucks zeigt auch wieder die viscom, Internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation, Technik und Design, die vom 13. bis 15. Oktober 2011 in Düsseldorf stattfindet. Erwartet werden rund 11.000 Fachbesucher, darunter Experten aus der verarbeitenden Industrie wie Textilien und Mode. Unter den Ausstellern findet sich auch die Hochschule Niederrhein.

Das Spiel mit dem (Un)sichtbaren

Wenn sich im Frühling die ersten Sonnenstrahlen zeigen, haben sie wieder Hochkonjunktur: Triangel-Bikinis, Einteiler, Tankinis, Badeanzüge. Einfache Sportmodelle wurden dabei längst von aufwändig dekorierter Badekleidung überrundet, die auch an der Strandbar oder sogar als City-Top eine gute Figur macht. Entsprechend hoch sind die Erwartungen der Kundinnen, wenn es um das Design geht. Das gilt immer öfter auch in den preisgünstigeren Kategorien. Nadia Schiller, die an der Hochschule Niederrhein bei Professorin Angelika Rösner im Frühling 2011 ihr Diplom als Textildesignerin machte, zog es nicht zu Missoni oder Emilio Pucci, sondern zum deutschen Bekleidungskonzern C&A.

Digitaldruck als Bindeglied

„Meine Diplomarbeit entstand in Kooperation mit der Firma C&A Buying KG in Düsseldorf“, erklärt die Designerin. „Die Aufgabe war, eine bedruckte, individuelle Kollektion von Bade- und Freizeitmode für 2011 zu entwickeln. Da man in der Badebranche grundsätzlich eine Veränderung zu mehr Individualismus beobachtet, ist die Kollektion nicht eindeutig auf eine Altersgruppe beschränkt, sondern soll unterschiedliche Frauentypen ansprechen.“ Deshalb entwarf Schiller eine breite Auswahl, vom winzigen Surferbikini bis hin zu Modellen mit stabilem Halt für die kurvige Figur, außerdem passende Badetaschen, Tücher und Badelaken. Um Schnitt und Passform ging es in ihrer Arbeit aber nur am Rande – schließlich studierte sie in Krefeld am Fachbereich 2 der Hochschule Niederrhein Textildesign. Ihr Fach gehört zum traditionsreichen Studiengang Produktdesign. Dieser deckt ein weites Feld ab, hier wird die Gestaltung von Glas, Keramik und Textilien, aber auch Produktentwicklung und Messebau sowie Farbgestaltung gelehrt. Dabei gilt es, mit den zahlreichen Restriktionen, die die Herstellungsprozesse aufdiktieren, kreativ und effektiv umzugehen. Beim Textildruck spielen etwa Rapportlängen und die Anzahl der benötigten Farben eine Rolle. Weil das am Computer nur schwer vorstellbar ist, steht im Labor von Professor Rösner eine digitale Straße im Kleinformat für unterschiedliche Tinten und Techniken, unter anderem der Digitaldrucker Arachne Combo 74/V8 des südkoreanischen Unternehmens Dgen und unterschiedlichste Spezialsoftware für Gestaltung, Gravur, Coloristik und Color-Managment.

Mikrobiologie als Vorbild

Im Labor des Fachbereichs hat auch Nadia Schiller ihre textilen Träume Wirklichkeit werden lassen, zarte, ungewöhnliche Muster in pastelligen und kräftigen Farben, detailreich auf stark stretchiges Lycra-Gemisch gedruckt, ein Standardmaterial für die Bademoden-Industrie. Welche Design-Idee ihnen zugrunde lag, erschließt sich nicht auf den ersten Blick, und das soll auch so sein: Schillers Kollektion heißt „Witness the Invisible“. „Mikroorganismen sind mit bloßem Auge nicht zu sehen. Die Idee dahinter ist, das Unsichtbare ins Licht zu rücken und somit sichtbar zu machen“, erklärt die Designerin ihre Inspirationsquelle. Die Makro-Aufnahmen hat sie verfremdet und kreativ bearbeitet, um Muster für die fünf Teilkollektionen „Rising Harmony”, “Infinity Dream”, “Bright Emotions”, “Magical Power“ und „Donna“ zu erhalten.
Weil C&A mit knapp 500 Häusern allein in Deutschland auf Entwürfe Wert legt, die sich auch in großen Mengen effizient fertigen lassen, sind Schillers Muster für traditionelle Verfahren wie den Rotationsdruck optimiert. Bei großen Produktionen sind Inkjet-Verfahren noch immer teurer – auch wenn sich der Punkt, ab dem analoge Verfahren mit ihren enormen Kosten für die Herstellung von Druckvorlagen günstiger sind, immer weiter nach oben schiebt. Denn moderne Hochleistungs-Inkjets produzieren zum Teil mehrere hundert Quadratmeter in der Stunde. Weil keine teuren Druckvorlagen erstellt werden müssen, lassen sich mit ihnen auch Einzelstücke rationell herstellen. Für Designer aber ist das Wichtigste, dass der Digitaldruck die Beschränkungen aufhebt, die analoge Verfahren ihnen auferlegten: Rapporte sind ebenso überflüssig wie eingeschränkte Farbkonzepte. Schiller jedenfalls kann sich gut vorstellen, dass in einigen Jahren individualisierte Badeanzüge ganz nach Wunsch der Trägerin auf den Markt kommen. Die Technik, die man dafür braucht, gibt es schon heute.

viscom mit großem Rahmenprogramm

Zu sehen ist diese Technik auf der viscom. Hier bietet das Forum Individualdesign in Zusammenarbeit mit der Materialagentur raumPROBE, FORTEAM Kommunikation und Mutoh Deutschland alles rund um die digital gedruckten Welten. Zu sehen sind rund 150 innovative Materialien und Muster. So zeigen die Unternehmen in der Sonderschau „Individualdesign meets Materials“ ihre innovativsten Materialien und Umsetzungsbeispiele aus den Bereichen Möbel, Boden und Fassade, Wand und Decke, Textil und Glas sowie weitere Materialinnovationen, Elemente für den PoS und Markendesign. Herzstück des Forums Individualdesign ist der Objektbereich „print design!“, der von verschiedenen Maschinen- und Materialherstellern gestaltet wird. Auf rund 100 qm präsentieren die teilnehmenden Unternehmen anhand von vielfältigen Exponaten eindrucksvoll die heutigen Möglichkeiten im Digitaldruck. Erneut gibt es auch die Präsentation „Vom Pixel zum Produkt“, die den digitalen Workflow vom Digitalbild über die Bildbearbeitung bis zum Endprodukt und zum Bewegtbild zeigt. Im „Individualdruck Workshop“ wird dem Thema Individualdesign ein ganzer Tag gewidmet. Experten geben Auskunft zu Customising und Veredelungstechniken, Produktionsverfahren und Technik und zeigen Best Practice Beispiele.

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